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Stephanie und Patrick über ihre Hochzeit: „Wir waren beide sehr nervös.“

Stephanie und Patrick haben am 19. und 20. August 2011 im Appenzellerland geheiratet. Gemeinsam mit den beiden Kindern und Gästen haben die beiden bei hochsommerlichen Temperaturen ein schönes Fest gefeiert. Ein wunderschöner Bericht über einen spontanen Brautkleid-Kauf, Stress mit den Namenskärtli und den emotionalen Moment beim Vorlesen des Trauversprechens.

HOCHZEIT FEIERN: Stephanie und Patrick, ihr habt am 19. August 2011 standesamtlich geheiratet und am einen Tag dann später kirchlich in Waldstatt im Appenzellerland War die Nervosität an beiden Tagen gleich groß?

Stephanie: Also beim standesamtlichen Termin wurde ich erst nervös als wir im Standesamt drinnen waren. Es war so heiß (ca. 28 Grad), dass die Standesbeamtin vergass zu sagen, dass mein Mann mich jetzt küssen darf. Da ergriff ich die Initiative und küsste mein Mann.
Am Samstag war ich schon ein bisschen nervöser, aber meine Trauzeugin beruhigte mich immer wieder. Ich musste sie aber auch beruhigen. Ganz schlimm wurde es, als ich vor der Kirche stand. Uiuiui, da war ich echt meganervös. Als ich am Samstagmorgen beim Coiffeur war, brachte uns meine Chefin noch je ein Fläschchen Sekt, um unseren Blutdruck anzuregen, hihi.

Patrick: Ich war sehr nervös an beiden Tagen, aber in der Kirche war ich schon ganz schlimm nervös. Es war heiß (33 Grad) und mir standen die Tränen schon zuvorderst als ich Stephanie sah.

HOCHZEIT FEIERN: Die standesamtliche Hochzeit hat im kleinen Rahmen stattgefunden. Warum die Entscheidung, an zwei Tagen zu heiraten?

Stephanie: Da wir ja das grosse Fest am Samstag hatten, machten wir die standesamtliche Trauung nur mit den Trauzeungen und den Kindern. Ich glaube, es wäre der größere Stress gewesen, beides an einem Tag zu machen. Und ich wollte ja meinen Mann erst in der Kirche sehen. Patrick hat auch in der Nacht vor der Kirche auswärts bei unserem Trauzeugen geschlafen und ich alleine mit meiner Trauzeugin zu Hause. Für uns hat die standesamtliche Trauung nicht so viel bedeutet, wie die kirchliche Hochzeit.

HOCHZEIT FEIERN: Haben eure beiden Kinder an beiden Tagen eine bestimmte Aufgabe übernommen?

Stephanie: Rouven (der Sohn von Patrick) hat die Aufgabe als Kaminfeger bekommen. Das war eine Überraschung für Patrick. Lorena (meine Tochter) war ein Blumenkind. Sie hatten aber auch die Aufgabe, uns die Ringe zu bringen. Jeder verkehrt herum: Also Rouven mir und Lorena Patrick. Da die Kinder von unseren Trauzeugen auch dabei waren, hatten wir auch denen zwei eine Aufgabe gegeben. Justin durfte mit Lorena die Segenswünsche vorlesen. Und Jamiro war auch Blumenkind.

Patrick: Ja das war echt eine Überraschung mit Rouven als Kaminfeger.

HOCHZEIT FEIERN: Die Hochzeitsplanung ist ja grundsätzlich mit viel Arbeit verbunden. Mit zwei Kindern ist das sicherlich eine noch größere Herausforderung alles unter einem Hut zu bringen 🙂 Wie habt Ihr das alles geschafft?

Stephanie: Da mir Patrick ja den Heiratsantrag schon im Sommer 2009 auf der Insel Kos während unseren Ferien gemacht hat, hatten wir lange Zeit. Eigentlich wollten wir schon im Jahr 2010 heiraten, aber da unsere damalige Trauzeugin heiraten wollte, hatten wir gesagt, wir verschieben es um ein Jahr. Und wir waren schlussendlich froh drum. Am Anfang hatten wir schon viel erledigt, da wir eigentlich auch schon wussten welche Location wir wollten. Auch den Fotografen wussten wir schon, da unsere Nachbarn den auch hatten und die Bilder einfach megahammer sind.

Patrick: Ich wollte schon immer im Wasserschloss Hagenwil (Bodensee) heiraten. Schon als ich das erste Mal dort war mit meinem Schatz. Wir hatten es dann im September 2009 gebucht und dachten das ist sicher noch viel zu früh. Aber der Schlossherr hat uns gesagt, das sei kein Problem.

HOCHZEIT FEIERN: Gab es einen Punkt bei der Vorbereitung der Hochzeit, den du unterschätzt hast?

Stephanie: Ja. Wir fingen viel zu spät an mit den Namenskärtli und Autofähnchen. Da hatten wir noch ein bisschen den Stress am Schluss. Auch bei den Gastgeschenken wussten wir eigentlich erst Anfang August, was wir wollten. Aber sonst war alles super.

HOCHZEIT FEIERN: Der Kauf des Brautkleids gehört ja zu den ganz besonderen Ereignissen während der Hochzeitsvorbereitung. Wie hast du das erlebt?

Stephanie: Den habe ich ganz spontan gemacht. Ich wollte eigentlich mit meiner Trauzeugin gehen. Als ich aber mal einen freien Tag im August 2010 hatte, rief ich im Brautladen an, ob sie vielleicht gerade ein Termin frei hätten. Da konnte ich am gleichen Tag vorbei gehen. Ich hatte dann vier Brautkleider zur Auswahl. Ich dachte, ich finde vermutlich eh keines. Zwei Kleider hatte ich schon probiert, wow waren die teuer –  2.500 Franken. Ohoh dachte ich, das kann ich mir nicht leisten. Dann das dritte. Wow, genau das ist es. 1.600 Franken. Naja, ist schon ein bisschen viel für ein Kleid für einen Tag. Da sagte mir die Verkäuferin, ich hätte Glück, es sei ein Vorjahres-Modell und darum um die Hälfte reduziert. Da zögerte ich nicht lange und habe es gerade gekauft. Ich konnte es dann lagern bis diesen Juli und es dann der Schneiderin bringen. Die Brautschuhe und die Wäsche für drunter habe ich dann in einem anderem Geschäft gekauft.

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HOCHZEIT FEIERN: Hattet ihr für die Kinder auf der Hochzeit ein bestimmtes Programm zusammengestellt?

Stephanie: Nein, hatten wir eigentlich nicht. Sie saßen zwar alle zusammen an einem Tisch, aber nicht speziell. Sie konnten auch noch was vorspielen bei der Musik am Keyboard und Witze erzählen. Sie wurden sonst einfach überall integriert.

HOCHZEIT FEIERN: Gab es einen oder mehrere Hochzeitsbräuche, an die du dich unbedingt halten wolltest?

Stephanie: Ich wollte mich mal daran halten, dass wir getrennt schlafen. An den Hochzeitsbrauch „Etwas Altes, etwas Neues, etwas Geliehenes und etwas Neues“ habe ich mich auch gehalten. Das Alte war ein Armketteli, das Neue war das Brautkleid, geliehen war ein Taschentuch und blau das Strumpfband. Ich hatte auch noch fünf Rappen in meinem Hochzeitsschuh, ganz vorne.
Sonst eigentlich nichts. Die Leute schmissen zwar noch Reis nach der Kirche (für viele Kinder), aber da es bei uns keine Kinder mehr gibt, war es einfach lustig. Und wir durften auch noch Geschirr zerschlagen.

HOCHZEIT FEIERN: Was war für euch der schönste Moment und der lustigste?

Stephanie:
Als ich in der Kirche meinen Ehemann küssen durfte und endlich die Ringe anziehen konnte. Der emotionalste Moment war, als ich Patrick das Trauversprechen vorlas. Da sah ich vor lauter Tränen die Buchstaben nicht mehr. Der lustigste Moment war: Der Pfarrer wollte uns segnen mit der Bibel, hat ein bisschen zu fest ausgeholt und mir voll auf den Kopf gehauen. Es hat richtig geknallt. Da mussten wir alle lachen

Patrick: Auch in der Kirche, als ich mein Schatz küssen konnte. Ja, das mit Trauversprechen war echt emotional.

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HOCHZEIT FEIERN: Dein Tipp an alle zukünftigen Bräute?

Stephanie: Genießt den Tag! Er geht leider viel zu schnell vorbei. Und macht euch keinen Stress mit der Vorbereitung.

HOCHZEIT FEIERN: Vielen Dank für eure Antworten und alles Gute für das Eheleben 🙂

Fotos: Kurt Zuberbühler/Inspiration Bild und privat

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