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Nadine über ihre Traumhochzeit: „Es war wie im Traum.“

Am 25. Juni haben Nadine und Ricardo in Chur in der Schweiz geheiratet. Nadine hat uns von ihrer Traumhochzeit erzählt. Davon, dass sie in der Nacht vor der Hochzeit wie ein Stein geschlafen hat, über den emotionalen Moment beim Einzug in die Kirche, die selbst gemachte Hochzeitsdeko und vieles mehr. Ein wunderschöner Bericht von einer wunderschönen Braut 🙂
HOCHZEIT FEIERN: Nadine, ihr habt am 25. Juni in Chur kirchlich geheiratet. Wie war das Gefühl beim Einzug in die Kirche?

Nadine: Überwältigend! Ich war sprachlos als die Orgel in der Kirche begann zu spielen. Dann wusste ich: Jetzt gibt es kein Zurück mehr! Mein Vater erzählte mir vor der Kirche noch Geschichten aus meiner Kindheit – davon wie ich als Mädchen immer schwärmte einen Prinz zu heiraten, ganz in Weiß mit allem „drum und daran“ … Jetzt stehst Du vor der Kirche und alle warten nur auf DICH! Gänsehaut-Feeling!! Mein Vater führte mich zu meinem Mann. Die Kirche war gut besetzt. Viele Menschen, die ich schon lange nicht mehr gesehen habe sind gekommen. Ich nahm von diesen Menschen nichts wahr. Es war wie im Traum. Ich sah am Ende der Kirche „nur“ meinen Mann – alles andere blendete ich aus. Ich biss mir ständig auf die Wangen damit ich nicht anfing zu weinen. Es war einer der emotionalsten Momente an diesem Tag.

HOCHZEIT FEIERN: Wann hat der Wecker am Tag der Hochzeit geläutet? Wie hast du die letzten Stunden vor der Trauung erlebt?

Nadine: Der Wecker ging um 07.30 Uhr ab … Ich schlief wie ein Stein. Nichts nahm meinen „Schönheitsschlaf“ … nicht mal, dass ich in einem „fremden“ Bett schlief… (dies nennt sich alte Tradition =) ) Um 8.00 Uhr hatte ich den Coiffeur Termin. Um 10.00 Uhr war mein Make-Up und meine Frisur fertig… und ich wurde langsam aber sicher nervös …

Um 11.00 Uhr „verdonnerte“ mich meine Mutter doch endlich feste Nahrung zu nehmen. Essen? Nein Danke – mein zweiter Vorname lautet: Nervös!

Die Stunden zwischen 11.00 und 13.00 Uhr vergingen nicht. Ich lief den Gang hoch und runter … und der Sekundenzähler rückte keinen Millimeter!!

Um 13.00 Uhr zog ich mich um … Zum guten Glück war die Freundin von meinem Bruder anwesend. Sie half mir, das Kleid anzuziehen. Was übrigens nicht mal so einfach ist =D

Und dann … eeeeendlich … 13.45 Uhr standen wir vor der Kirche … Nun kann es losgehen …

Alle Fotos: Ana Pinto

HOCHZEIT FEIERN: Wie ging es nach der kirchlichen Hochzeit weiter?

Nadine: Nach der Kirche ging es direkt zum Apero den wir selbst für unsere Gäste organisierten. Dieser fand auf dem Kirchenplatz (einen schönen Hinterhof) statt. Dort machten wir mit allen Gästen noch Erinnerungsfotos und ließen die Ballone für den Wettbewerb steigen. Nach dem Apero fuhren die geladenen Gäste für das Nachtessen in das Hotel/Restaurant. Mein Bruder spielte Taxichauffeur, wofür ich sehr dankbar war.
Mit den geladenen Gästen fuhren wir in einen Park – auch dort fand ein großes Fotoshooting statt. Danach ging es direkt ins Hotel „schlemmen“. Der Abend wurde mit Spiele ausgeschmückt und war ein totaler Erfolg.

HOCHZEIT FEIERN: Wie viel Zeit hattet ihr für die Planung eurer Hochzeit? Hattet ihr Unterstützung durch Freunde und Familie?

Nadine: Der Entschluss zu heiraten viel rund ein Jahr vor der Hochzeit. Organisatorisch hatten wir super Unterstützung von meinen Eltern, und zwei super gute Freundinnen der Familie. Ohne diese Personen wäre die Hochzeit noch immer in den Kinderschuhen und ein Traum, der nie Wahrheit wurde. Nehmt Euch Zeit dafür… Administrativ ist es ein Wahnsinns-„Projekt“. Ich weiß nicht wie es in Deutschland oder in Österreich ist, aber hier in der Schweiz ist es schlichtweg ein Papierkrieg!
Als erstes, und das möchte ich zukünftigen Brautpaaren mit auf den Weg geben, reserviert Euer Wunschlokal!

HOCHZEIT FEIERN: Hattet ihr eine bestimmte Hochzeitsfarbe?

Nadine: Nein, wir hatten keine bestimmte Hochzeitsfarbe. Wir hatten ein Motto … Strand, Meer, Sonne à Flitterwochen. Dies führte die ganze Hochzeit. Sogenannt unser „roter Faden“ in der ganzen Geschichte.
Zudem war unser Leitspruch: „ Wir sind zwei Engel mit nur einem Flügel. Wenn wir uns umarmen, dann können wir fliegen“. Dieser Spruch wurde ich der Zeremonie, in den Einladungs- und Dankenkärtli verwendet.

HOCHZEIT FEIERN: Wo hast du dir Inspirationen für die Hochzeitsdeko geholt?

Nadine: Diese habe ich eigenhändig gebastelt. Die ganze Deko wurde von mir zusammengestellt. Diejenige in der Kirche wurde von meiner Freundin (Floristin) ausgeübt und umgesetzt. Die Dekoration am Abend habe ich zusammengestellt. Auch hier hatte es wieder mit Strand, Sonne Sommer Meer und Flitterwochen zu tun. Keine Kerzen, keine Blumen einfach „nur“ Muscheln, Sand und kleine Liegestühle, Palmen und all das was an Ferien erinnert.

HOCHZEIT FEIERN: Hochzeitsspiele haben ja eine lange Tradition. Immer mehr Paare möchten aber keine Spiele auf ihrer Hochzeit. Wie war das bei euch?

Nadine: Dies war ein großes Thema bei uns. Mein Mann und ich haben uns dafür entschieden. Warum? Es lockert die Stimmung zwischen den Personen auf, die sich noch nicht kennen. Wir mussten unsere Verwandten, Bekannten und Kollegen einander vorstellen. Danach machten wir das „Schuh-Spiel“. Ich hielt den Schuh von meinem Mann und er hatte mein Schuh in der Hand. Uns wurden Fragen gestellt wie zum Beispiel: „Wer hat die Hosen an?“ oder „Wer ist spontaner?“…
Es wurden Filme von unserer Kindheit gezeigt. und und und … =)

HOCHZEIT FEIERN: Was war für dich der schönste Moment auf der Hochzeit?

Nadine: Der ganze Tag ! 😉 Der schönste Moment mit der größten Gänsehaut war der Auszug aus der Kirche als alle applaudierten.
Der sinnlichste Moment war, als mein Mann und ich unsere Ringe ausgetauscht hatten. Und der lustigste Moment, als wir den Hochzeitstanz vorführten.
Alles in allem war es eine absolute Traumhochzeit! Genau so haben wir uns das vorgestellt. Ich würde nichts ändern.

HOCHZEIT FEIERN: Dein Tipp an alle zukünftigen Bräute?

Nadine: Genießt Euren großen Tag. Er vergeht viel zu schnell!
Diejenigen, die wie wir, direkt in die Flitterwochen fliegen… Packt viel Geduld und Energie ein. 😉

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