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Als Gast und Bräutigam stilvoll gekleidet

Auch wenn man im Alltag keinen allzu großen Wert auf Textil-Etikette und feinen Zwirn legt, muss man sich zum Anlass einer Hochzeit auch als legerer Mann einigen Richtlinien beugen. Das gilt in besonderem Maße natürlich für den Bräutigam, der zweitwichtigsten Person der Veranstaltung, aber auch für alle männlichen Gäste. Im Folgenden wird erklärt, worauf man bei der Auswahl des Anzuges und der Accessoires achten sollten.

Der Bräutigam als Mode-Vorbild

Der Dresscode für die männlichen Hochzeitsgäste wird ein Stück weit auch durch den Bräutigam festgelegt. Man unterscheidet bei der Herren-Abendgarderobe ja zwischen dem kleinen Gesellschaftsanzug, besser unter dem Begriff „Smoking“ oder „Dinnerjacket“ bekannt, und dem großen Gesellschaftsanzug. Mit Letzterem ist natürlich der Frack gemeint, der gerade bei eleganteren Festessen und gehobenen abendlichen Anlässen eigentlich Pflicht ist. Derart elegante Anzüge, hier eine exemplarische Auswahl, sind bei Hochzeiten natürlich an der Tagesordnung. Mit einem schwarzen, einreihigen und am Revers seidenbesetzten Frack macht man als Bräutigam eigentlich nichts falsch. Die Etikette gebietet prinzipiell allerdings, dass dieser Anzug lediglich bei abendlichen Anlässen getragen werden darf. Der „Cutaway“, der wie der Frack über einen Schwalbenschwanz verfügt, und die nach Gustav Stresemann benannte Anzugvariante dürfen hingegen bis 17 Uhr getragen werden, was den Stresemann vor allem für standesamtliche und kirchliche Hochzeiten bei Tage prädestiniert. Diese Alternativen sind bei Herren auf Hochzeiten stets sehr beliebt.

Stresemann oder Cut?

Der Stresemann ist im Vergleich zum Cutaway und Frack etwas weniger förm- und feierlich, weshalb er des Öfteren auch auf Beerdigungen getragen wird. Dem Stresemann ist ein leicht abgewandeltes, etwas kürzeres Sakko zu eigen und man sieht relativ häufig Politiker in dieser Anzugvariante ihren Tagesgeschäften nachgehen. Bei Hochzeiten ist der Cutaway (kurz: „Cut“) gebräuchlicher und er darf traditionell bei einer Hochzeit lediglich vom Bräutigam in Grau getragen werden, während ihn die restlichen Gäste dann in Schwarz tragen sollten. Was die Hochzeitsgäste betrifft, gibt es auch ein paar Richtlinien.

Darauf sollten die Gäste achten

Natürlich darf die Garderobe eines Gastes nie formeller als die des Bräutigams sein. Es gibt auch noch andere Dinge, auf die man achten sollte. Eigentlich sollte der Gast nie einen Frack tragen, sondern lieber zum Smoking greifen. Anhand der Einladung kann man schon relativ klar ablesen, ob man elegant, gediegen und mit schwarzer Fliege aufkreuzen sollte oder ob ein regulärer Anzug reicht.

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