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Ab 2013 sind Doppelnamen nicht mehr erlaubt

Wer bei seiner Hochzeit einen Doppelnamen bekommen wollte – bestehend aus dem eigenen Namen und dem des Ehegatten , dem steht eine kleine Enttäuschung bevor. Denn ab dem 1. Januar 2013 gilt in der Schweiz ein neues Namensrecht, das einige gravierende Änderungen mit sich bringt.

Schon im letzten Herbst hatte das Parlament beschlossen, dass Brautpaare zukünftig jeweils ihren eigenen Namen behalten sollen. Damit sollte die Gleichstellung zwischen den Ehepartnern gestärkt werden, frei nach dem Motto: Von der Geburt an bis zum Tod trägt jeder seinen eigenen Namen. Zwar können Brautpaare bei der Heirat einen gemeinsamen Familiennamen wählen, allerdings ist eine Kombination aus beiden Namen fortan nicht mehr möglich.

Zurück zum Ledignamen

Nicht nur zukünftige Ehepaare können keine Doppelnamen mehr wählen. Auch bereits verheiratete Personen, die ihren Namen vor Inkrafttreten der neuen Regelung nach der Hochzeit geändert haben, können wieder ihren Ledignamen tragen.  Für die Änderung der Namen von Kindern gilt eine Frist bis 31. Dezember 2012.

Bindestrich-Namen nicht betroffen

Grund für die Änderung des Namensrechts war ein Urteil des Europäischen Gerichtshofs. Der hatte 1994 entschieden, dass das Schweizer Namensrecht gegen den Grundsatz der Gleichstellung verstößt. Allerdings bezieht sich die Änderung nur auf klassische Doppelnamen. Wer seinen Namen mit einem Bindestrich führt, muss vorerst keine Änderungen befürchten, da diese Namen juristisch ohnehin bedeutungslos sind.

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