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Heiraten oder nicht heiraten – das ist hier die Frage

Den Traumpartner zu finden ist nicht leicht. Viele Menschen verbringen Jahre mit der Suche nach dem Partner fürs Leben. Die Erhaltung einer Ehe ist aber nicht leichter, denn mit der Eheschließung beginnt die Beziehungsarbeit oftmals erst.

Eine Ehe kann viele Vorteile bringen. Sie vereinfacht die Familienplanung, verstärkt in der Beziehung das Gefühl von Sicherheit und Stabilität und schafft finanzielle Vorteile wie z.B. die finanzielle Absicherung beim Tod des Partners oder die Steuerersparnis. Doch auch wenn eine Vermählung viele Vorteile bietet, sollte vor einer Hochzeit gut überlegt werden, ob man auch wirklich gemeinsam diesen Schritt gehen möchte. Nichts ist schlimmer als eines Tages nebeneinander aufzuwachen und zu realisieren, dass eine Zeit des eigenen Lebens verschenkt wurde. Die Verlobung als romantischer Liebesbeweis ergibt nur Sinn, wenn Sie wissen mit wem Sie sich auf was einlassen.

Daher ist es besonders wichtig, dass eine Hochzeit nicht überstürzt beschlossen wird und sich beide Partner die Zeit geben, einander mit sämtlichen Makeln und Fehlern kennenzulernen. Viele Paare heiraten in der Blütephase des Verliebt seins, wenn sie noch nicht alle Eigenheiten ihres jeweiligen Partners kennengelernt haben und der Alltag sich in der Beziehung noch nicht vollständig eingestellt hat. Trotzdem wundern sie sich, wenn sonderbare Eigenschaften im Verlauf der Ehe aus dem Nichts erscheinen. Dies kann vermieden werden, wenn die gemeinsame Beziehung nicht als Wettrennen mit der Hochzeit als Ziellinie behandelt wird. Wenn der Partner der richtige ist, dann macht es keinen Unterschied, ob dieses Jahr oder nächstes Jahr geheiratet wird.

Ist man sich erst mal mehr oder weniger eigenartigen Gewohnheiten des Partners bewusst, dann liegt es an Ihnen, sich unangenehme Fragen zu stellen. Können Sie mit den Macken Ihres Partners leben? Können Sie ihn so akzeptieren wie er ist? Überwiegen seine positiven Eigenschaften? Verstehen Sie einander? Akzeptiert er Sie wie Sie sind? Wenn Sie all diese Fragen nicht mit einem selbstbewussten „Ja“ beantworten können, ist eine Hochzeit für Sie, bis Sie Ihre Zweifel niedergelegt haben, vielleicht doch nicht so angebracht.

Außerdem sollte man sich bewusst sein, dass man mit einer Eheschließung auch Verpflichtungen und Verantwortung übernehmen muss. Entscheidungen können nicht mehr nur im Alleingang getroffen werden, sondern beanspruchen die Absprache mit dem Partner – besonders in Geldangelegenheiten und selbst bei beruflichen Entscheidungen. Das bedeutet eine Einschränkung der eigenen Unabhängigkeit, über die sich viele Menschen im Vorfeld keine Gedanken machen, wodurch der Ärger in der Ehe vorprogrammiert ist. Ebenso wichtig ist es abzuwägen, ob eine Hochzeit zum gegenwärtigen Zeitpunkt überhaupt finanziell in Frage kommt. Besonders eine große Hochzeit mit vielen Familienmitgliedern und Freunden verschlingt eine Menge an Geld.

Manchmal kann es aber auch helfen, sich einfach auf das Bauchgefühl zu verlassen, besonders wenn man selbst einen verrückten Heiratsantrag hat. Zu viele Gedanken können schließlich auch die Freude an so einem besonderen Ereignis nehmen und es ist ja nicht so, dass Sie gezwungen sind innerhalb weniger Wochen oder Monate zu heiraten. Das Tempo bestimmt jedes Paar selbst.

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