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Wenn das Mobiltelefon mit auf der Hochzeit ist

Das Handy ist heutzutage ja immer dabei: Ob auf der Arbeit, beim Sport oder zu Hause auf dem Sofa. Man will nicht nur immer erreichbar sein, sondern kann über moderne Smartphones auch im Internet surfen, Bilder veröffentlichen und vieles mehr. Natürlich: Auch auf einer Hochzeit haben Braut und Bräutigam ihr Handy normalerweise irgendwo in ihrer Tasche dabei. Das macht durchaus Sinn, um zum Beispiel verloren gegangene Gäste wiederzufinden. Doch es kann auf der Hochzeit auch viel Ärger mit dem Mobiltelefon geben.

Klassische Streitfälle

Es ist unglaublich, aber wahr: Wer im Internet lange genug sucht, der findet garantiert Hochzeitsfotos, die der Bräutigam praktisch vor dem Traualtar geschossen hat. Via Facebook und Co. sollen auch die nicht anwesenden Gäste beim großen Moment dabei sein. Eine schöne Idee, doch ob das bei der Braut auch so gut ankommt? „Moment, her Pfarrer. Bevor wir zur Trauung kommen, nur eben schnell ein Foto.“ Manche Hochzeitspaare übertreiben es regelrecht und veröffentlichen jeden gesagten Satz via Twitter und anderer sozialer Medien, halten ständig für SMS inne oder müssen im schlimmsten Fall sogar einen eingehenden Anruf ablehnen, während der Priester gerade beim Trausegen ist. Das stört, hält die ganze Zeremonie auf und zerstört garantiert jeden romantischen Augenblick.

Damit es zwischen Braut und Bräutigam keinen Streit über das Handy gibt, sollte man von vornherein genau festlegen, wann und wie es genutzt werden darf. Es auf lautlos zu stellen, ist ein erster Schritt. Außerdem sollte man sich vorab darauf einigen, dass das Telefon nur für Notfälle genutzt wird. SMS, Posts auf Facebook und andere nicht brandeilige Dinge können am wichtigsten Tag im Leben auch einmal auf morgen verschoben werden. Die beste Lösung ist es allerdings, das Handy gleich jemand anderem anzuvertrauen. So wird nicht nur verhindert, dass man sich zu lange mit dem Telefon beschäftigt – es gibt auch gleich einen Ansprechpartner, wenn wirklich einmal ein Gast anruft, der sich verirrt hat. Schließlich sollen Braut und Bräutigam ohnehin nicht einfach von der Hochzeit verschwinden, um jemanden am Bahnhof abzuholen.

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